Im August machen wir Sommerpause - wir sehen uns wieder am 8.September 2026
Herzlich willkommen bei der
Evang. Arbeitnehmerschaft in Baden
Nachrichten - aktuelle Informationen
Spielenachmittag
7 . Juli 2026 - Beginn 15 Uhr mit Kaffee, Tee und Hefezopf
Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!
Oliver Wendell Holmes
Ort: Christkönighaus St. Peter & Paul
Kanzlerstraße 5, Karlsruhe-Durlach
Sommer- und Erntemärchen erzählt von
Angela Weber
Dienstag, 8.9.2026 von 15 - 17 Uhr
Christkönighaus – St. Peter und Paul
Kanzlerstr. 5 in Karlsruhe-Durlach
Sommer und Spätsommer sind eine spannende Zeit, die Ernte wird eingeholt und wir freuen uns auf eine ruhige und kühlere Zeit.
Angela Weber
Dienstag, 8.9.2026 von 15 - 17 Uhr
Christkönighaus – St. Peter und Paul
Kanzlerstr. 5 in Karlsruhe-Durlach
Sommer und Spätsommer sind eine spannende Zeit, die Ernte wird eingeholt und wir freuen uns auf eine ruhige und kühlere Zeit.
Radtour 2026
Sonntag 7 Juni 2026
Leider hat sich der auf 13 Uhr geplante Beginn der Radtour auf unbestimmte Zeit verzögert, da die Bahnreisenden mit allerlei Verspätungen zu kämpfen hatten.
Als endlich alle 9 Teilnehmer eingetroffen waren, gab es gleich Abendbrot.
Da wir zu dem Zeitpunkt im Jungendgästehaus die einzigen Gäste waren, fühlten wir uns im großem Speisesaal etwas verloren.
Montag 8. Juni 2026
Der Tag begann – wie immer! – mit einer von Annerose liebevoll vorbereiteten Morgenandacht. Der Gesang hätte noch etwas voller sein können, wir werden die Woche zum Üben nutzen! Nachdem die Leihfahrräder geholt worden waren, fiel um Punkt 10 Uhr der Startschuss für die 34. ean-Radtour J
Von Meppen aus fuhren wir zunächst nach Haselünne. Unterwegs kreuzten wir mehrfach das Flüsschen Hase.
In Haselünne gibt es mehrere schön renovierte Backstein-Herrenhäuser aus dem Mittelalter sowie 2 Brennereien (u. a. Berentzen).
Die Rückfahrt führt uns durch das Natura 2000 - Naturschutzgebiet an der Hase entlang, wo der Verlauf des Flusses renaturiert wurde, um Überschwemmungen durch Ems und Hase zu verhindern.
Tagesstrecke 48 km
Dienstag 9. Juni 2026
Heute war viel Regen angesagt, sodass wir uns entschlossen mit den Privatautos nach Papenburg zu fahren.
Dort hatten wir eine Führung in der Meyer-Werft. Diese wurde 1795 gegründet und baut die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt!
In den 340 m langen und 42 m breiten Halle kann an maximal 4 Schiffen parallel gearbeitet werden.
Die Meyer-Werft besitzt Europas größtes Laser-Schweiß-Zentrum. Es gibt 3200 betriebseigene Mitarbeiter, dazu Auszubildende in 12 Berufen. Alle sind gewerkschaftlich organisiert!
Als die Werft vor 2 Jahren vor wirtschaftlichen Problemen stand, wurde der Betrieb gerettet, indem sich der Bund und das Land Niedersachsen mit insgesamt 80% beteiligten.
Ein großes Kreuzfahrtschiff kostet übrigens 800 Millionen bis 1,2 Milliarden US-Dollar!
Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher zur Festung Bourtange in den Niederlanden. Die Festung wurde im 17. Jahrhundert auf einem Sandrücken im Moor gebaut, um den Nachschub nach Groningen zu verhindern. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie immer wieder erweitert und kam in diversen Kriegen zum Einsatz, bevor das Moor immer trockener wurde und die Festung aufgegeben wurde. Es entwickelte sich eine bäuerliche Siedlung, und als diese in den 1960er Jahren zunehmend verfiel und im Aussterben war, kam die Idee auf, die Festung wieder aufzubauen und auf Tourismus zu setzen. Das Konzept ging auf: Bourtange ist ein sehr beliebtes, schönes und lehrreiches Ausflugsziel geworden!
Mittwoch 10. Juni 2026
Heute hatten wir eine Stadtführung in Meppen.
Meppen hat bereits seit 1360 Stadtrechte und hatte damals schon 700 Einwohner.
Bereits kurz darauf wurde ein Rathaus aus Findlingen errichtet, das im Laufe der Jahrhunderte häufig erweitert und 1910 grundlegend restauriert wurde. Es dient heute nur noch zu repräsentativen Zwecken, während die Stadtverwaltung in angrenzenden Häusern, die ebenfalls wunderschön restauriert sind, arbeitet.
Im wunderschönen Ratssaal erfuhren wie einiges über die Meppener Stadtgeschichte:
Im 17. Jahrhundert war Clemens August, der Bischof von Münster, hier Landesherr. Bei der Säkularisation 1803 ging das Land an den Herzog von Arenberg, der gemeinsam mit seiner Frau Ludmilla die Stadtentwicklung vorantrieb. Ludmilla begründete das Ludmillenstift, ein Krankenhaus, das bis heute der größte Arbeitgeber der Stadt ist.
Seit der Kreisreform 1977 ist Meppen die Hauptstadt des Landkreises Emsland.
In Meppen treffen Hase und Ems aufeinander und seit 1899 der Ems-Dortmund-Kanal, die Stadt ist von Wasserwegen geprägt.
Bis 1762 gab es eine Stadtbefestigung, seither ist nur noch der mit Bäumen bepflanzte äußere Stadtwall erhalten.
Wir besichtigten die Probstei- und die Gymnasialkirche und bekamen in letzterer sogar ein Orgelkonzert.
Am Ende des 2. Weltkrieges wurde Meppen stark zerstört, aber seit den 1950er Jahren hat es sich wirtschaftlich sehr gut entwickelt. Es gibt dort große Gewerbeflächen, innovative Industrien z. B. eine europaweit führende Firma für Batterie-Recycling.
Nach der Stadtführung machten wir uns auf den Weg nach Groß-Hespede. Petrus war uns leider nicht gut gesonnen. Während eines Gewitters mussten wir uns eine Weile unterstellen.
Zum Glück konnten wir dann bei „Coppenrath“ stilvoll Kuchen und Torte essen!
Tagesstrecke 33 km
Donnerstag 11. Juni 2026
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Wassers!
Wir verließen Meppen in südlicher Richtung, wo wir immer mal wieder die Ems sahen.
Übrigens waren alle Radwege weitgehend eben und gut befestigt.
Wir durchquerten Siedlungen und kleinere Ortschaften und wieder fiel uns auf, wie gepflegt die Häuser, die Gärten und Wege sind.
Lichte Waldstücke mit Eichen, Buchen und Kiefern wechselten sich mit landwirtschaftlichen Nutzflächen ab, auf denen häufig Mais angebaut wurde. Kurz vor Geeste erkundeten wir den Wassererlebnispfad.
Auf einem Freigelände gab es viel um das Thema Wasser zu sehen: woher es kommt, wie es genutzt und wiederaufbereitet wird, welche Techniken notwendig sind, und was WIR tun können, um das Wasser auf unserer Erde zu schützen.
Auf dem Weg nach Lingen umrundeten wir teilweise das große Speicherbecken Geeste.
Lingen ist die größte Stadt im Emsland und liegt wunderschön am Ems-Dortmund-Kanal. Es ist eine sehr junge, lebendige Stadt.
Auch auf dem Rückweg blieben wir vom Regen nicht verschont, wurden aber durch einen Stopp beim Fabrikverkauf von „Coppenrath“ mehr als entschädigt: Keks satt und sehr preisgünstig!
Tagesstrecke 67 km
Freitag 12. Juni 2026
Trotz dunkler Wolken und durchwachsenen Wetterprognosen haben wir uns pünktlich um 9 Uhr wieder zum Radeln aufgemacht.
Die Regenumhänge kamen gut zum Einsatz!
Unser erstes Ziel war das Emsland-Moormuseum. Das sehr moderne Museum zeigte anhand von Fotos, historischen Dokumentationen, Maschinen und Filmen, wie sich die ausländischen Moore über die letzten ca. 200 Jahre entwickelt haben: von einer kargen, dünn besiedelten, armen Gegend, über zunehmenden Torfabbau von Hand, später mit Maschinen und auch mit Zwangsarbeitern bis hin zur zunehmenden Konkurrenz des Torfs durch Kohle als Brennstoff.
Erst spät im 20. Jahrhundert setzte sich die Erkenntnis durch, dass durch den Torfabbau Raubbau an unserer Natur betrieben wurde und auch viele Arten der Flora und Fauna für immer verschwunden sind.
Bei einer Fahrt mit dem Museumszug auf dem Gebäude konnte man gut beobachten, wie ehemaliges Torfabbaugebiet renaturiert wurde.
Zum Trost für das kühle und nasse Wetter kehrten wir auf dem Rückweg nochmal in der Cookie-Factory von „Coppenrath“ ein.
Samstag 13. Juni 2026
Heute sollte der lang erwartete sonnige Tag sein!
Wir freuten uns schon, aber leider war es wieder sehr wolkig mit zeitweisem Regen und sehr kräftigem Wind. Wir mussten stellenweise sehr stark in die Pedale treten und bedauerten alle Lydia, die als Einzige ohne elektrische Unterstützung die 64 km schaffte!
Zunächst fuhren wir auf der „Straße der Megalithkultur“ und konnten tatsächlich einige Hünengräber, die 3000 bis 4000 Jahre alt sind sehen.
Entlang kleiner kaum befahrener Straßen fuhren wir durch ländliche Gegenden, in denen die Landwirtschaft eine große Rolle spielt.
Unser Ziel war Sögel mit dem Schloss Clemenswerth.
Das Schloss ist in ein Waldgebiet eingebettet und wird auch als „Stern des Emslandes“ bezeichnet. Es wurde vor fast 300 Jahren durch Kurfürst Clemens August von Bayern als Jagdschloss errichtet und besteht aus dem Zentralpavillon und 8 umstehenden Pavillons. Zwischen den Pavillons sind Lindenalleen angelegt, sodass sich von oben betrachtet die Form eines Sterns ergibt.
Schloss Clemenswerth ist die einzige erhaltende Alleesternanlage weltweit!
Nach einer Vesper- und Besichtigungspause radelten wir wieder zurück zur Koppelschleuse nach Meppen, wo Friedhelm um 15 Uhr die 34. ean-Radtour abpfiff.
Verfasserin: Solveigh Lietz
